Die praktische Natur des Menschen

Zur aktuellen Bedeutung der Philosophie Johann Gottlieb Fichtes

Wintersemester 2001/2002

Montags 19 Uhr c. t. 

Kleine Aula (Hörsaal 209) im Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität München

Geschwister-Scholl-Platz 1

80539 München

Programm

mit den verfügbaren Kurzbeschreibungen der Vorträge

und bio-bibliographischen Angaben der Vortragenden

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Montag, 29. Oktober 2001

Prof. Dr. Hansjürgen Verweyen (Freiburg i. Br.)



Rechtslehre und Ethik bei Fichte. Grundzüge und Aktualität

Die Bedeutung, die Fichte selbst der Rechtsphilosophie und Ethik innerhalb seines Systemansatzes beimaß, wird schon daraus ersichtlich, daß er eine streng wissenschaftliche und detaillierte Ausarbeitung nur dieser beiden Disziplinen publiziert hat. Die hier vorgelegte Skizze der Entwicklung der Rechts- und Sittenlehre innerhalb der Entfaltung von Fichtes Gesamtwerk wird die zeitgenössischen Hintergründe bzw. Parallelen, insbesondere in der Philosophie Kants, Jacobis und Hegels, einbeziehen. Anhand einiger exemplarisch ausgewählter Themen soll die noch immer aktuelle Bedeutung Fichtescher Positionen beleuchtet werden, in Hinsicht auf die Rechtslehre etwa seine Aussagen zur Todesstrafe, zur Pressefreiheit und der grundsätzlichen Problematik des Völkerrechts; im Zusammenhang der Sozialethik seine Betonung des dialektischen Verhältnisses zwischen Staat, Kirche und Universität. Für ein angemessenes Verständnis der Wirkungsgeschichte des Fichteschen Werks wie auch unserer deutschen Vergangenheit und Gegenwart ist ein Blick auf seinen Begriff von „Nation“ von besonderem Belang. 
 




Montag, 5. November 2001



Prof. Dr. Edith Düsing (Köln)

Monologisches oder dialogisches Dasein des Ich bei Fichte?

Der heute oft und viel beschworene Paradigmenwechsel von der Subjektivität zur Intersubjektivität jagt einem schönen Phantom nach: Sinngebung und Versöhnung soll durch unversehrte Intersubjektivität gelingen, und blickt zurück im Zorn auf ein häßliches Phantom, nämlich dass idealistische Philosophie monologisch oder solipsistisch und egoistisch sei; das idealistische Ich Fichtes ermangle, so das Vorurteil, des Gesprächpartners in der sozialen Welt. Aber Fichte lehrt keineswegs ein einsam über die Mitwelt schwebendes oder gar feindselig vom Anderen abgewandtes Ich, sondern vielmehr, wie das frei sich selbst setzende Ich notwendigerweise dazu komme, andere Ichwesen anzunehmen und – so wahr es nicht selbst sklavischen Sinnes ist – als freie anzuerkennen. Fichte vermeidet Reduktionismen ebenso wie Absolutsetzungen, sei es des Individuums, sei es der Gesellschaft. Dies gelingt ihm durch die Theorie der Anerkennung als der sinnadäquaten Bestimmung des Verhältnisses von individuellem Sein, das frei ist, und sozialem Sein, das in sich dialogisch verfaßt ist, von persönlicher und sozialer Ich-Identität. Fichtes (auf Hegels dialektisches Anerkennungsmodell vorausweisendes) Konzept des Im-Anderen-zu-sich-selbst-Findens des Ich, wobei das ,Echo’ unseres Wesens zu uns zurückkehrt, ist in ihrem prinzipiellen Bestand bis heute nicht überholt.

 


Montag, 12. November 2001

Prof. Dr. Peter Oesterreich (Neuendettelsau)

Die Bestimmung des Gelehrten im 21. Jahrhundert

Der Vortrag weist auf die Aktualität des von Fichte entworfenen Gelehrtenideals am Anfang des 21. Jahrhunderts hin und wendet sich gegen das immer noch vorherrschende Bild des weltabgewandten und in seine Spekulation versunkenen Philosophen. In ihrem Mittelpunkt stehen Fichtes metaphilosophische Vorlesungen zur ,Bestimmung’ bzw. zum ,Wesen’ des Gelehrten, die er 1794 in Jena, 1805 in Erlangen und 1811 in Berlin gehalten hat. Sie zeigen den gesellschaftlich verantwortlichen philosophischen Lehrer, der eine geistig-moralische Erneuerung seiner Zeit bewirken will. Die Person des praktisch wirksamen Gelehrten wird dabei zur Schlüsselfigur eines neuen Verständnisses des Fichteschen Gesamtwerkes, das sowohl die Wissenschaftslehre als auch die Schriften zur Angewandten Philosophie umfasst. Aufgrund ihrer Wissenschaftsethik, ihres praktischen Gelehrtenideals und ihrer Überlegungen zur Rhetorik als ,Vernunftkunst’ gehen von Fichtes Vorlesungen bemerkenswerte Impulse für die gegenwärtige Diskussion um die Rolle von Professoren, die Neuorganisation ihrer Lehre und ihrer gesellschaftlichen Verantwortlichkeit aus.

 


Montag, 26. November 2001

Prof. Dr. Jürgen Stolzenberg (Halle, Saale)

Fichtes Willenslehre


Montag, 3. Dezember 2001

Prof. Dr. Marco Ivaldo (Neapel)

„Das Wort wird Fleisch”: Sittliches Handeln in Fichtes später Sittenlehre 

Das Zitat im Titel stammt aus Fichtes Sittenlehre 1812. Von 1809 bis zu seinem Tod im Jahre 1814 hält Fichte eine Reihe von Lehrveranstaltungen an der neu gegründeten Universität von Berlin. Sie sind nach einem organischen Gesamtplan strukturiert, in dessen Mittelpunkt die Vorträge der Wissenschaftslehre als genetischer Durchdringung der Erscheinung des Absoluten rücken. Ein wesentliches Lehrstück der Wissenschaftslehre ist das von der Fünffachheit der systematischen Zentralpunkte, aus der sich vier Teildisziplinen ergeben: Natur-, Rechts-, Sitten- und Religionslehre. In der Berliner Spätphase hat Fichte allerdings nur die Rechtslehre und die Sittenlehre vorgetragen (wesentliche Gedanken zur Fragestellung der Religion finden sich in der sog. Staatslehre, postum veröffentlicht; zum Naturbegriff in den zwei Vorlesungsreihen über die Logik). Die Sittenlehre 1812 fängt von einem Grundfaktum an, dessen endgültige Legitimierung der fundamentalen Wissenschaftslehre vorbehalten ist. Es lautet: Der (sittliche) Begriff ist Grund der Welt, mit dem Bewußtsein dieses Verhältnisses. Von da aus verfährt die Sittenlehre insofern analytisch, als sie den Gehalt dieses Faktums konsequent entfaltet. In der Sittenlehre 1812 vertritt Fichte eine „Ethik der Inkarnation“, in deren Zentrum die sittliche Persönlichkeit steht in ihrer Bezogenheit auf die sittliche Idee (Bild Gottes) und in ihrer Verwiesenheit auf die interpersonale Relation. 
 

 


Montag, 10. Dezember 2001

Prof. Dr. Jean-Christophe Goddard (Poitiers)

Religion und Freiheit bei Fichte

Die von Fichte in der „Anweisung zum seligen Leben“ vorgelegte Religionslehre kann nur im Ausgang von der Phänomenologie des Absoluten in der Wissenschaftslehre von 1804 recht begriffen werden. Die Lehre von 1804 ist, daß einzig Gott ist und daß mit Ausnahme der menschlichen Freiheit, die Gottes Erscheinung oder sein ursprüngliches Bild ist, nichts außerhalb Gottes ist. Einzig die Freiheit der Menschen zum Werk in konkreter Praxis entzieht sich demnach der Welt des Scheins. Insofern sie auf unmittelbare Weise diese metaphysische Wahrheit begreift, eröffnet also die Religion ein vollkommeneres Verständnis der menschlichen Freiheit als das, zu dem das Recht und die Moral gelangen, und bildet so, nach Fichtes Auffassung, eine wahrhafte Aufforderung zum Wirken und Schaffen. Dieses radikale Verständnis der Freiheit ist besonders spürbar in der „Staatslehre“ von 1813, in der Fichte eine Theorie des vernünftigen Staates als der Vorbereitung zur totalen Freiheit des Verstandesreichs darlegt. Die Religionslehre führt so zu einer scharfen Kritik des Eigentums wie der gesellschaftlichen Herrschaft und des auf ihnen beruhenden Krieges. Sie führt ebenso zu einem fortschrittlichen Verständnis des Christentums als historischem Schöpfungsfaktor eines modernen Staates, der fähig ist, den Menschen von allem Autoritätsglauben zu befreien und ihn dazu zu erziehen, stets nur „nach seiner eigenen klaren Einsicht“ zu urteilen.

 

 


Montag, 17. Dezember 2001

Prof. Dr. Daniel Breazeale (Lexington, Kentucky)

Die systematischen Funktionen des Praktischen bei Fichte

Der Vortrag wird die verschiedenen Funktionen des Praktischen bzw. des Primats des Praktischen beim frühen Fichte untersuchen. Es soll gezeigt werden, wie die verschiedenen, miteinander konkurrierenden Interpretationen der (frühen) Wissenschaftslehre davon abhängen, welcher der verschiedenen Sinne des Praktischen sowie von dessen Primat auf Kosten der übrigen jeweils in den Vordergrund gestellt wird. Abschließend soll versucht werden, Fichtes Analyse von Selbstheit von Fichtes robusten metaphysischen Spekulationen (etwa hinsichtlich des noumenalen Grundes des endlichen Willens) loszulösen, um einen „minimalen Fichteanismus” zu entwickeln. 

 


Montag, 14. Januar 2002

Prof. Dr. Ingeborg Schüßler (Lausanne)

Entscheidung und Wahrheit. Zur Frage der „Wahl“ der Philosophie gemäß Fichte

Gemäß Plato ist die Philosophie eine „Gigantomachie“ zwischen Idealismus und Materialismus. Diese bricht in verwandelt neuzeitlicher Gestalt bei Fichte erneut in voller Schärfe aus. Gemäß Fichtes bekanntem Ausspruch hängt die Wahl der Philosophie davon ab, „was man für ein Mensch sei“. Jedoch handelt es sich nicht um einen blinden Dezisionismus. Vielmehr ist die „Wahl“ durch die Wahrheit der fraglichen Philosophie bestimmt. Gemäß dieser ist für den frühen Fichte allein der Idealismus die zu wählende Philosophie, da er allein das menschliche Bewußtsein zu erklären vermag. Ein bloßer „Realismus“, der dieses als Wirkung eines rein dinglichen Mechanismus betrachtet, vermag sich niemals bis zum eigentlichen und höchsten Prinzip des Bewußtseins, dem selbstbewußten, sich selbst bestimmenden, freien „Ich“ zu erheben. Indes vermag auch der Idealismus für sich allein das menschliche Bewußtsein nicht hinreichend zu erklären, da dieses endlich ist und in seinem „wirklichen“ Vollzug vom Einfluß eines Anderen, bloß Objektiven, „Realen“ abhängig bleibt. Deshalb ist Fichte nicht bei seiner frühen Position stehen geblieben. Gemäß seiner späteren Einsicht verfehlt der „hartnäckige“ Idealismus, d. i. der bloße Subjektivismus ebenso die Wahrheit wie der bloße Objektivismus (der im übrigen unauflöslich zu jenem gleich seinem Schatten gehört). Beide dringen nicht bis zum eigentlichen Leben des Bewußtseins vor. Dieses gründet in einem Grund, der jenseits von Idealismus und Realismus liegt und ihre Prinzipien in ursprünglicher Einheit in sich trägt. Dieser Grund ist das Absolute, dessen Erscheinung das menschliche Bewußtsein ist.

 


Montag, 21. Januar 2002

Prof. Dr. Claudio Cesa (Pisa)

Praktische Philosophie und Trieblehre bei Fichte




Montag, 28. Januar 2002

Prof. Dr. Dr. Reinhard Lauth (München)

Der entscheidende Punkt der praktischen Konzeption Fichtes

Dem Doxisch-Praktischen kommt in der Wissenschaftslehre eine weitergehende Rolle zu als bisher gesehen. Dieses Praktische konstituiert auch durchgehend unsere ,theoretische’ Weltvorstellung. Auf der anderen Seite gilt kompromißlos, daß das Faktische gar nicht das Doxisch-Praktische konstituieren kann. Somit spielen die praktische Idee, ihr Gesolltsein und die konkomitierenden Sinn-, Zweck- und Mittel-Vorstellungen, sowie die Einsicht in deren Verhältnis die entscheidende Rolle in der Gestaltung der Wirklichkeit. 




Montag, 4. Februar

Podiumsdiskussion: Fichtes praktische Philosophie heute

Dr. Erich Fuchs (München), Prof. Dr. Wilhelm Jacobs, Dr. Dr. Hans Georg von Manz(München), PD Dr. Ives Radrizzani (Lausanne/München), Prof. Dr. Günter Zöller (München) 

Bio-bibliographische Angaben 

zu den Vortragenden der Fichte-Vorlesungen 

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Daniel Breazeale. Geb. 1945. Ph.D. Yale University 1971. Professor für Philosophie an der University of Kentucky, Mitbegründer der North American Fichte Society und Herausgeber des Newsletter Fichteana (archiviert unter: http://www.phil.upenn.edu/~cubowman/fichte/index.html). Herausgeber und Übersetzer von J. G. Fichte's Early Philosophical Writings (1988), J. G. Fichte, Introductions to the Wissenschaftslehre and Other Writings (1994), J. G. Fichte, Foundations of Transcendental Philosophy (Wissenschaftslehre) Nova Methodo (1796/99) (1992) sowie mehrerer Bände mit Beiträgen zur Philosophie Fichtes, darunter New Essays on Fichte's "Foundation of the Entire Wissenschaftslehre" (2001). Zahlreiche Aufsätze zu Themen und Problemen der Philosophie Fichtes in Zeitschriften, Sammelbänden und Nachschlagewerken.

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Claudio Cesa. Geb. 1928. Professor für Philosophie an der Scuola normale superiore (Pisa). Mitglied der Fichte-Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Zahlreiche Publikationen zu Fichte und dem deutschen Idealismus, darunter Introduzione a Fichte (1994, 2. Aufl. 1998) 

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Edith Düsing. Geb. 1951. Studium der Philosophie, Mathematik und Pädagogik an der Universität Köln; 1977 Dr. phil.; Habilitationan der Universität Köln. 1989 Ernennung zur Außerplanmäßigen Professorin. 1984 bis 2000 Lehrstuhlvertretungen in Köln, Dortmund, Marburg, Mannheim, Duisburg und Siegen. 1989–1994 Mitglied des Vorstandes der Internationalen Johann Gottlieb Fichte-Gesellschaft. Buchveröffentlichungen: Intersubjektivität und Selbstbewußtsein. Behavioristische, phänomenologische und idealistische Begründungstheorien bei Mead, Schütz, Fichte und Hegel (1986); Theologie – Darwinismus – Nihilismus. Nietzsches Denkweg (erscheint 2002).

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Erich Fuchs. Geb. 1945. Dr. phil. Seit 1973 Mitarbeiter, seit 1996 Mitherausgeber der J. G. Fichte-Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Fichte, u. a. Wirklichkeit als Aufgabe. Die doxischen Konstitutiva der theoretischen Konzeption des faktischen Gegenstandes In J.G. Fichtes ,Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre’ von 1794/95 (1973); Fichte im Gespräch (7 Bände, 1978–1992), Fichte in zeitgenössischen Rezensionen.

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Jean-Christophe Goddard. Professor für Philosophie an der Universität von Poitiers. Mitglied des Centre de Recherche sur Hegel et l'Idéalisme Allemand; Sprecher der Groupe d'Études Fichtéennes de Langue Française; Mitherausgeber der Reihe Europaea Memoria bei G. Olms. Buchveröffentlichungen: La philosophie fichtéenne de la vie. Le transcendantal et le pathologique (1999); (Herausgeber) Le transcendantal et le spéculatif (1999). (Herausgeber) Fichte. Le moi et la liberté (2000). (Herausgeber und Übersetzer) Fichte, Querelle de l'athéisme (1993). (Herausgeber und Übersetzer) Fichte, La destination de l'homme (1995).

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Marco Ivaldo. Geb. 1948. Promotion 1971 Universität Genua. Professor für Geschichte der Moralphilosophie an der Universität Neapel. Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der „Fichte-Studien“. Buchveröffentlichungen zu Fichte:Fichte. L'assoluto e l'immagine (1983); I principi del sapere. La visione trascendentale di Fichte (1987); Libertà e ragione. L'etica di Fichte (1982); Fichte e Leibniz. La comprensione trascendentale della monadologia (2000); (Mitherausgaber) Der transzendentalphilosophische Zugang zur Wirklichkeit. Beiträge aus der aktuellen Fichte-Forschung (2001).

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Reinhard Lauth. Geb. 1919. Dr. phil., Dr. med. Emeritierter Professor für Philosophie an der Universität München.Mitbegründer und Hauptherausgeber der J. G. Fichte-Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Demnächst erscheint, von ihm herausgegeben, Ultima Inquirenda. J. G. Fichtes letzte Bearbeitungen der Wissenschaftslehre Ende 1813/Anfang 1814. Eine vollständige Bibliographie der Veröffentlichungen erscheint demnächst auf der Webseite des Fichte-Forums (/).

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Hans Georg von Manz. Geb. 1955. Dr. med., Dr. phil., Lehrbeauftragter für Ethik und angewandte Ethik. Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Fichte-Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München; Veröffentlichungen zur angewandten Ethik und zu Fichte, u. a.: Fairneß und Vernunftrecht. Rawls’ Versuch der proze­duralen Begründung einer gerechten Gesellschaftsordnung im Gegensatz zu ihrer Vernunftbestimmung bei Fichte. (1992) Homepage.

 

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Peter L. Oesterreich. Geb. 1954. 1984 Dr. phil., 1990 Habilitation. Professor für Philosophie an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau. Veröffentlichungen in Auswahl: Philosophie, Mythos, Lebenswelt. Schellings universalhistorischer Weltalter-Idealismus und die Idee eines neuen Mythos (1984); Fundamentalrhetorik. Untersuchungen zu Person und Rede in der Öffentlichkeit (1990); Philosophen als politische Lehrer. Beispiele öffentlichen Vernunftgebrauchs (1994); Das gelehrte Absolute. Metaphysik und Rhetorik bei Kant, Fichte und Schelling (1997); Rhetorik und Philosophie (Hg.) (1999).

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Ives Radrizzani. Geb. 1960. Habilitation an der Universität Lausanne (1982) und Rouen (1993). Seit 1994 Privatdozent an der Universität Lausanne. Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Fichte-Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München. Zahlreiche Publikationen zu Fichte, u. a.: Vers la fondation de l’intersubjectivité chez Fichte (1993). 

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Ingeborg Schüßler.

Professorin für Philosophie an der Universität Lausanne. Dr. phil. Köln 1969. Habilitation an der der Universität zu Köln. Mitarbeit an der Martin-Heidegger-Gesamtausgabe. Vice-présidente de la Société d'études kantiennes de langue française. Buchpublikationen (in Auswahl): Die Auseinandersetzung des Idealismus und des Realismus in Fichtes Wissenschaftslehre (Wissenschaftslehre 1794, Wissenschaftslehre 1804) (Frankfurt a. M. 1972); Philosophie und Wissenschaftspositivismus. Die mathematischen Grundsätze in Kants Kritik der reinen Vernunft und die Verselbständigung der Wissenschaften (Frankfurt a. M. 1979); Aristoteles: Philosophie und Wissenschaft. Das Problem der Verselbständigung der Wissenschaften (Frankfurt a. M. 1982). Zahlreiche Aufsätze u.a. zu Kant, dem deutschen Idealismus, Nietzsche und Heidegger.

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Jürgen Stolzenberg. Geb. 1948. Dr. phil. Professor für Philosophie an der Universität Halle-Wittenberg. Zahlreiche Publikationen zu Fichte sowie Themen und Autoren der klassischen deutschen Philosophie, darunter Fichtes Begriff der intellektuellen Anschauung (1986); Mitherausgeber der Reihe „System und Vernunft. Kant und der deutsche Idealismus“ (2001ff.).

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Hansjürgen Verweyen. Geb. 1936. Studium der Theologie, Philosophie und Germanistik an den Universitäten Bonn, Freiburg, Köln, Münster, Tübingen und München. 1969 Dr.theol. Tübingen, 1974 Dr. phil. habil. München. Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Freiburg i. Br. Publikationen zu Fichte (Auswahl): Recht und Sittlichkeit in J. G. Fichtes Gesellschaftslehre (1975); Einleitungen zu Fichtes „Versuch einer Kritik aller Offenbarung“, „Das System der Sittenlehre“, „Die Bestimmung des Menschen“, „Die Anweisung zum seligen Leben“ in der Philosophischen Bibliothek, Meiner-Verlag. Zahlreiche Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden. Homepage

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Aktualisiert von H. G. von Manz 29. Oktober 2001

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